Raspberry Pi als Musikstreaming-Client

Am Wochenende habe ich mal wieder meine Bastelwut ausleben können. Als Versuchsobjekt musste ein Raspberry Pi B+ mit HiFiBerry DAC+ herhalten. Beim HiFiBerry DAC+ handelt es sich um einen sogenannten „digital-to-analog converter“, der digitale Audiodaten möglichst ohne Qualitätsverlust in analoge Audiosignale umwandelt, damit sie z.B. an einer analogen Stereoanlage wiedergegeben werden können.
Das passt für meinen Neuerwerb also wie die Faust auf’s Auge und erweitert die alte Anlage um moderne Wiedergabemöglichkeiten. Zum Zusammenbau der Hardware gibt es an dieser Stelle gar nicht so viel zu sagen. Den HiFiBerry DAC+ einfach auf die Stiftleiste des Raspberry Pi stecken und mit den mitgelieferten Abstandshaltern verschrauben. Damit ist der Hardware-Aufbau eigentlich erledigt.

Auf der Softwareseite wird es nochmal interessant. Es gibt einige Projekte, die den Raspberry Pi in einen Streaming-Client verwandeln. Als Beispiele seien hier in jedem Fall Volumio, RuneAudio und mit etwas anderem Einsatzgebiet auch piCorePlayer erwähnt. Ich habe mich aktuell für Volumio entschieden, ganz einfach aus dem Grund, weil ich auf das Projekt als erstes aufmerksam wurde. Ich werde RuneAudio aber ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt noch ausprobieren. Die softwareseitige Installation gestaltet sich ebenfalls denkbar einfach, eine genaue Anleitung findet man auf der Homepage. Die Kurzform: Image runterladen, per WinImage32 das ganze auf eine microSD-Karte schreiben, in den Raspberry Pi schieben und starten.
Die gesamte Software lässt sich dabei einfach über ein Webinterface steuern. Das funktioniert vom PC, Tablet und auch dem Smartphone. Ich habe bisher nur Webradio und einfache MP3-Dateien getestet, aber die Software spielt laut Entwicklern zusätzlich noch FLAC, WAV, AAC, ALAC & Musepack; natürlich von einem USB-Stick oder auch einer Netzwerkfreigabe.

Mit dem Ergebnis dieses kleinen Versuchs bin ich sehr zufrieden, denn die Software ist absolut genial, verzichtet auf unnötigen Schnickschnack und macht genau das, wofür sie entwickelt wurde. Die Einrichtung ist kinderleicht und die Tonqualität wirklich beachtlich, selbst bei MP3s. Natürlich kommt es dabei immer auf das Quellmaterial an. Außerdem sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass Volumio & Co. natürlich auch ohne den HiFiBerry-Aufsatz funktionieren. Dieser Aufsatz ist primär für den wirklich anspruchsvollen, audiophilen Nutzer gedacht.

Vielleicht habt ihr ja auch ein ähnliches Projekt mit dem Raspberry Pi umgesetzt oder ich habe euch animiert, dies jetzt auch zu tun. Erzählt einfach über die Kommentarfunktion davon.

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