NAS im Eigenbau – Hardware

Es ist zwar schon ein bisschen her, dass ich mein 2-Bay Synology 211j NAS in Rente geschickt und für passenden Ersatz gesorgt habe, aber ich möchte euch dennoch kurz einen Überblick über meine Neuanschaffung geben.

Ziel war es, kein NAS von der Stange einzusetzen, sondern ein Eigenbausystem auf die Beine zu stellen. Ich war mit dem Synology sehr zufrieden, die Oberfläche ist echt Spitze und auch die Leistung war OK, aber ich wollte für das neue System 4 Platten verwenden und einfach mal einen Blick auf die DIY-Lösungen werfen. Folgende Hardware stand dann am Ende auf meinem Einkaufszettel:

  • ASRock AM1B-ITX
  • AMD Athlon 5150
  • 8GB DDR3 RAM
  • IBM ServeRAID M1015 HBA
  • Crucial m4 64GB SSD
  • 2x 2TB HGST
  • 2x 2TB Toshiba
  • Cougar A300 Netzteil
  • Fractal Node 304 Gehäuse

Neu gekauft wurde davon nicht alles, einige Komponenten hatte ich noch in meinem Fundus daheim, sonst hätte ich das ganze eventuell noch etwas angepasst. Aber grundsätzlich habe ich eine solide Basis für ein Eigenbau-NAS.

Die AM1-Plattform von AMD bietet genügend Leistung für mein Vorhaben und ist dazu noch wirklich preiswert in der Anschaffung. Außerdem bietet sie AES-NI in Hardware, was die Verschlüsselung ganzer Laufwerke ohne spürbaren Leistungsverlust ermöglicht, sofern die Software dies unterstützt. Der IBM ServeRAID M1015 ist eigentlich ein LSI 9220-8i Controller, der in der Anschaffung richtig viel Geld kostet. Aber dank des IBM-Brandings, welches sich spielend entfernen lässt, ein Schnäppchen. Man muss das eben nur wissen. Die SSD dient natürlich als stromsparendes Systemlaufwerk, welches zusammen mit den anderen Komponenten in einem Fractal Node 304 in weiß untergebracht wird.

Der Zusammenbau lief wirklich problemlos, schnell noch Mainboard- und HBA-BIOS aktualisiert und das System war einsatzbereit. Auf Grund des HBAs ist das System nicht das stromsparendste der Welt, aber ich habe Leistung satt und kann bei Bedarf noch 4 weitere Festplatten anschließen. Da das Mainboard auch nur 2×2 SATAIII-Anschlüsse hat (2x im Chipsatz, 2x durch extra Asmedia Chip), hätte ich so oder so auf einen zusätzlichen Controller setzen oder einen USB-Stick als Systemlaufwerk verwenden müssen. Dann doch lieber gleich die Oberklasse-Lösung mit Möglichkeiten zur Erweiterung.

Soweit erstmal bis hierhin, stellt sich jetzt natürlich die Frage nach der eingesetzten Software. Das würde ich gerne in einem eigenen Artikel erläutern.

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